12. Juli 2019 Diskussion/Vortrag After Eurocentrism: Die Zukunft des Wissens

Vortrag von Eric Otieno

Information

Veranstaltungsort

Zentrum für gesellschaftliche Verantwortung der EKNH
Albert-Schweitzer-Str. 113
55128 Mainz

Zeit

12.07.2019, 11:45 - 13:15 Uhr

Themenbereiche

Neonazismus / Rassismus, Migration / Flucht

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Eric Otieno, M.A. spricht über "After Eurocentrism: Die Zukunft des Wissens"

Seit knapp drei Jahrzehnten wird der Eurozentrismus der Wissenschaft in sämtlichen Disziplinen kritisiert. Vor allem die Postkolonialen Studien haben den Versuch unternommen, Europäische Perspektiven in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften zu dekonstruieren und zu dezentrieren. Der Vortrag fragt nach den Konsequenzen dieser Entwicklungen für die Zukunft der Wissensbeschaffung, Wissensverwaltung und Wissensverwertung angesichts tradierter globaler Ökonomien des Wissens. Wie sähe eine Zukunft des Wissens – jenseits von Eurozentrismus – aus?

Eric Otieno ist Doktorand in der Nachwuchsforschungsgruppe „Protest und Reform in der globalen politischen Ökonomie aus Perspektive einer postkolonialen Politikforschung" der Universität Kassel und der Hans-Böckler-Stiftung. In seiner Forschung untersucht er den Einfluss von südafrikanischem Protest und Widerstand auf Reformprozesse bei der WTO und prangert die aktuelle Fassung der Geistigen Eigentumsrechte als ein kapitalistisches Wissensverwaltungssystem an. Er überprüft die Aussicht einer Transformation dieser mit Blick auf globale Gesundheit, Geistiges Eigentum und der internationale Handel. Er hat ein Bachelor of Arts in Soziologie & Politikwissenschaften und ein Master in Global Political Economy. Im März & April 2018 absolvierte er einen Forschungsaufenthalt an der Universität Witwatersrand in Johannesburg, Südafrika.
Im Januar 2016 koordinierte er die Konferenz : Beyond the Masters tools: Post- and Decolonial approaches to research Methodology and methods in the social sciences an der Universität Kassel mit. Er engagiert sich bei Kassel Postkolonial und der UN Dekade für Menschen Afrikanischer Herkunft und ist Senior Fellow bei Humanity in Action, sowie beim Africa Good Governance Network.

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