28. April 2017 Film Wie erinnern?

Film- und Diskussionsabend

Information

Veranstaltungsort

Infoladen Komplex
Hornstraße 7
54294 Trier

Zeit

28.04.2017, 20:00 - 22:00 Uhr

Veranstalter

Rosa-Luxemburg-Stiftung Rheinland-Pfalz

Themenbereiche

Geschichte

Zugeordnete Dateien

Wir laden herzlich ein zum Film- und Diskussionsabend mit dem Regisseur Mikko Linnemann.
Vorgeführt werden die Filme "Kein Friede den Frevlern" und "Die Erde von Treblinka" aus der Reihe "Wie erinnern?".
Vorher, zwischendurch und im Anschluss wird genügend Raum für Diskussionen Erläuterungen und Nachfragen bestehen, da die Filme insgesamt nur 63 Minuten dauern.
Der dritte Teil der Reihe "Triumph des guten Willens", wird am 22. Mai in der Uni gezeigt:
www.facebook.com/events/376601312711292/

Zu den Filmen

1. Film "Kein Friede den Frevlern":

"Leo Szalet (1892 - 1958) ist einer von mehr als 500 Juden polnischer Staatsangehörigkeit, die Mitte September 1939 in Berlin verhaftet und in das Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt werden. Er überlebt, weil seine Tochter seine Entlassung durchsetzen kann. Im Mai 1940 emigrieren beide über Shanghai in die USA. Dort beginnt er sofort mit der Niederschrift seiner Hafterinnerungen. Szalets Überlebenszeugnis wird von heutigen Bildern und Tönen der beschriebenen Orte kontrastiert, die nach gesellschaftlicher Normalität und nach sichtbaren Manifestationen einer von vielen Seiten beeinflussten Gedenkpolitik fragen. Die daraus resultierenden Widersprüche, Kontinuitäten, aber auch Konsequenzen aus der deutschen Geschichte finden ihren Ausdruck in der filmischen Form, die zeitgleich auf eine standardisierte Darstellungsweise zeitgeschichtlicher Themen verweist."

2. Film: "Die Erde von Treblinka"

"Wassili Grossmann (1905 - 1964) war sowjetischer Schriftsteller und Journalist. 1944 kam er als Kriegsberichterstatter der Roten Armee in das Vernichtungslager Treblinka. Sein Augenzeugenbericht ist eines der ersten Dokumente der Shoa. DIE ERDE VON TREBLINKA ist der Versuch, Grossmanns Beschreibungen und die dort geschehenen Ungeheuerlichkeiten in Bilder und Töne zu fassen."

Zur Reihe "Wie erinnern?":

"An die Stelle der persönlichen Erzählungen der Zeitzeugen des Nationalsozialismus, ihrer Oral History, treten in der Dokumentarfilmreihe "Wie erinnern?" literarische Überlebenszeugnisse, Erfahrungsberichte und politische Analysen. Diese werden durch heutige Bilder und Töne der beschrieben Orte kontrastiert. Die Texte dokumentieren dabei eine gesellschaftliche Normalität und die sichtbaren Manifestationen einer von vielen Seiten beeinflussten Gedenkpolitik.
Dabei werden Widersprüche, Kontinuitäten, aber auch Konsequenzen aus der deutschen Geschichte sinnlich erfahrbar. Die künstlerischen, politischen und persönlichen Hinterlassenschaften der Zeitzeugen bilden somit die Richtschnur für eine audiovisuelle Auseinandersetzung mit den Konzepten des politischen Gedenkens - eine Auseinandersetzung, die auch die Funktion einer zeitgenössischen Gesellschaftskritik beinhaltet."

Zur Person:

Mikko Linnemann ist Filmwissenschaftler, Filmemacher und Betreiber von Gegenfeuer Produktionen (facebook.com/gegenfeuerproduktionen/).

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