31. Mai 2017 Diskussion/Vortrag Männlichkeit in der Krise?

Zur Sozialpsychologie von Sexismus, Fremdenhass und Gewaltbereitschaft

Information

Veranstaltungsort

Universität Trier, Raum C9
C9
Universitätsring 15
54294 Trier

Zeit

31.05.2017, 18:00 - 20:00 Uhr

Veranstalter

Rosa-Luxemburg-Stiftung Rheinland-Pfalz

Themenbereiche

Ungleichheit / Soziale Kämpfe, Gesellschaftliche Alternativen

Zugeordnete Dateien

Die von Männerrechtler_Innen mit antifeministischen Schuldzuweisungen erhobenen Klagen über die "Krise der Männlichkeit" ist ein verschobener, von der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Erosionen ablenkender Diskurs. Die Verbreitung dieses Diskurses in der Politik, in vielen Medien und im Rechtspopolismus weist auf den engen Zusammenhang von Sexismus und Rassismus in der "Mitte" der deutschen Gesellschaft hin. Vor diesem Hintergrund ist die Aufregung selbsternannter Beschützer deutscher Fraeun über die sexuellen Übergriffe in der Sylvesternacht in Köln heuchlerisch, solange dieser Zusammenhang beschwichtigt, verharmlost und verleugnet wird.
Der projektive Fingerzeig auf junge, gewalttätige und sexuell potente Männer aus angeblich rückständigen und frauenfeindlichen (muslimischen) Kulturen macht die Frauen von Köln zum zweiten Mal zum Opfer.

Referent:

Prof. Dr. Rolf Pohl ist Soziologe und Sozialpsychologe. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Psychoanalyse und psychoanalytischen Sozialpsychologie, der Männlichkeits- und Geschlechterforschung sowie im Antisemitismus und Nationalsozialismus.
Sein 2004 erschienenes Buch "Feinbild Frau. Männliche Sexualität, Gewalt und die Abwehr des Weiblichen" gehört zu den Standardwerken der Männlichkeits- und Geschlechterforschung.
Mehr Informationen zu Rolf Pohl unter www.agpolpsy.de/koordination/prof-dr-rolf-pohl/

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