11. April 2018 Film Afrika

Der ausgeraubte Kontinent

Information

Veranstaltungsort

Ägidienhaus
Gilgenstraße 17
67346 Speyer

Zeit

11.04.2018, 19:00 - 21:00 Uhr

Themenbereiche

Ungleichheit / Soziale Kämpfe

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Spätestens seit der Veröffentlichung der Panama-Papers ist die Problematik der Steuervermeidung internationaler Firmen bekannt. Weniger bekannt ist, dass die Länder des globalen Südens jährlich mehr Steuereinnahmen verlieren als an Entwicklungshilfe in die Staaten fließt.

Nico Beckert, Fachpromotor für Rohstoffe und Rohstoffpolitik im Haus Wasserburg, sagt: "Afrika ist kein armer Kontinent. Afrika ist reich an Rohstoffen von denen die Bevölkerungen profitieren könnten. Steueroasen berauben die afrikanische Gesellschaften aber um ihren Reichtum."

Gold, Diamanten, Erdöl, Kupfer, seltene Erden - viele afrikanische Länder sind reich an Rohstoffen. Und dennoch gehören sie zu den ärmsten Ländern der Welt. Doch warum ist das so? Eine Ursache dafür ist die Steuerflucht von meist internationalen Unternehmen - mit illegalen und legalen, aber moralisch fragwürdigen Praktiken. Häufig sind diese Unternehmen im Rohstoffsektor tätig.

Die Steuerflucht im Rohstoffsektor hat gravierende soziale, wirtschaftliche und politische Auswirkungen. Denn viele Staaten finanzieren sich zu einem Großteil aus Einnahmen aus dem Rohstoffsektor. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) könnten mit jährlichen Gesundheitsinvestitionen in Höhe von 8,7 Milliarden US-Dollar vier Millionen Kindern pro Jahr in 46 afrikanischen Staaten das Leben gerettet werden.

Und mit 5,2 Milliarden US-Dollar pro Jahr könnten die fehlenden Lehrkräfte bezahlt werden, damit jedes Kind in Afrika zur Schule gehen kann. Es fließt also mehr Geld ab, als für diese grundlegenden Sozialleistungen benötigt wird.

Der Film "Afrika - der asugeraubte Kontinent" zeigt anhand des Bespiels Sambia, wie der Rohstoffmulti Glencore das Land um Steuereinnahmen bringt. Anhand eindrucksvoller Bilder werden die sozialen Auswirkungen der Steuerflucht, aber auch die Hintergründe und die Strukturen des globalen Netzes aus Steueroasen veranschaulicht.

Der Film wird präsentiert vom Speyerer Bündnis für gerechten Handel, bestehend aus dem Weltladen Speyer, ATTAC, BUND, NABU, Vertrauensleute Verdi, Mechtersheimer Hofladen, DGB und dem Rosa-Luxemburg-Club Speyer. Ausserdem wird der Abend unterstützt durch das Netzwerk Elan e. V..

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