30. Mai 2017 Diskussion/Vortrag Das "Eigene" und das "Andere"

Zur Sozialpsychologie der Fremdenfeindlichkeit

Information

Veranstaltungsort

Universität Trier, Raum C10
C10
Universitätsring 15
54294 Trier

Zeit

30.05.2017, 18:00 - 20:00 Uhr

Veranstalter

Rosa-Luxemburg-Stiftung Rheinland-Pfalz

Themenbereiche

Ungleichheit / Soziale Kämpfe, Gesellschaftliche Alternativen

Zugeordnete Dateien

"Was treibt Menschen dazu, sich abwertend, feindselig oder gar gewalttätig gegenüber denen, die ihnen fremd erscheinen, zu verhalten? Der Hass auf Fremde bei gleichzeitiger Selbstdefinition durch die Zugehörigkeit zu einer "überlegenen" Gruppe, "Rasse", Kultur oder Nation ist irrational und trägt wahnhafte Züge. Individuell und kollektiv steht dabei ein unbewusster Mechanismus im Umgang mit dem "Eigenen" und dem "Anderen" im Mittelpunkt:
Das im Innern abgespaltene und als fremd und bedrohlich empfundene Eigene wird auf konstruierte äußere Feinde projiziert und stellvertretend an ihnen verfolgt. Was aber ist in diesem Zusammenhang eigentlich "das Fremde"? Und welche Rolle spielen die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen bei den aktuell inflationär angestiegenen Ausbrüchen von Fremdenhass?
Diesen Fragen wird sich der Vortrag aus einer psychoanalytisch-sozialpsychologischen Sicht annähern."

Referent:

Prof. Dr. Rolf Pohl ist Soziologe und Sozialpsychologe. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Psychoanalyse und psychoanalytischen Sozialpsychologie, der Männlichkeits- und Geschlechterforschung sowie im Antisemitismus und Nationalsozialismus.
Sein 2004 erschienenes Buch "Feinbild Frau. Männliche Sexualität, Gewalt und die Abwehr des Weiblichen" gehört zu den Standardwerken der Männlichkeits- und Geschlechterforschung.
Mehr Informationen zu Rolf Pohl unter www.agpolpsy.de/koordination/prof-dr-rolf-pohl/

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